Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen


Zu den Erkrankungen, bei denen eine Bestrahlung sinnvoll ist, gehören neben den entzündlichen Gelenkserkrankungen (Fersensporn, Tennisellenbogen, Arthrose und Arthritis in Schulter, Hüfte, Knie, Hand oder Fuß) auch die proliferativen Erkrankungen des Gewebes der Augenhöhle (Endokrine Orbitopathie), die Veränderung der männlichen Brust durch Hormonblockade und die Bestrahlung bei übermäßiger Narbenbildung. Auch die Bestrahlung der Hüfte vor oder direkt nach der Entfernung von überschüssigen Knocheneinlagerungen, wie man sie manchmal nach Gelenksprothesen findet, ist ein Grund zur Bestrahlung. Ebenso die übermäßige Flüssigkeitsausscheidung nach einer Operation (Lymphfistel).
Es gibt noch viele weitere Einzelsituationen, wo eine Bestrahlung sinnvoll sein kann.

Erstgespräch

Als erstes wird ein Gesprächstermin vereinbart. Bei diesem Termin werden Sie ausführlich aufgeklärt über:
- den Grund für die Empfehlung einer Bestrahlung (Indikation)
- die Wirkung der Bestrahlung
- Risiken der Behandlung (mögliche Spätfolgen)
- Alternativen zur Bestrahlung

Sie erhalten von uns auch schriftliche Informationen zum Mitnehmen. Meist werden Sie am Ende einen Termin für die erste Bestrahlung mitbekommen. Eine CT-gestützte Planung ist nur in Einzelfällen nötig.

Erste Bestrahlung

Hier erfolgt die erste Einstellung der Bestrahlungsfelder mit Dokumentation auf Röntgenfilm und Kontrolle sowie Anzeichnung. Dieser Termin dauert meist ca. 10 Minuten. Sie werden gebeten, möglichst still zu liegen oder zu stehen, während das Gerät von uns bewegt wird.

Durchführung der Bestrahlungen

Bitte bringen Sie zu jeder Bestrahlung ein Handtuch mit - am Besten ein Duschhandtuch, bei kleinen Bestrahlungsfeldern reicht ein kleines Handtuch. Auf diesem liegen Sie dann bei uns. Wenn Sie es einmal vergessen, haben wir immer auch Handtücher da! Die Bestrahlung wird meist zwei mal pro Woche durchgeführt und dauert meist nur wenige Minuten. Während Sie allein im Raum sind, können wir Sie stets sehen und hören - bei Ruf/Husten oder ähnlichem kann die Bestrahlung jederzeit unterbrochen werden. Das Gerät bewegt sich, wobei es von außen durch uns gesteuert wird. Am Ende der Bestrahlung kommen wir wieder in den Raum und helfen Ihnen beim Absteigen. Die Zahl der Bestrahlungen liegt meist bei 6 oder 8, kann aber im Einzelfall variieren. Es soll zwischen zwei Bestrahlungen mindestens ein Tag dazwischen liegen.

Wirkweise

Bei der Bestrahlung werden entzündliche Prozesse bekämpft. Dabei werden verschiedene Vorgänge in Gang gesetzt, die vermutlich alle eine Rolle spielen, wobei der genaue Zusammenhang immer noch Gegenstand der Forschung ist. Auf jeden Fall wird die Kommunikation von Entzündungszelle gestört und die Vermehrungsneigung der Zellen vor Ort gestoppt.



zurück zur Seite Strahlentherapie

Strahlentherapeutische Gemeinschaftspraxis, Wildermannstraße 21, 45659 Recklinghausen Tel. 02361.93892-0 |  von: www.ranarex.de